Meine therapeutische Arbeit richtet sich grundsätzlich an alle Menschen, die eine Verbesserung ihrer Lebenssituation wünschen und Unterstützung bei der Klärung innerpsychischer oder interpersonaler Konflikte, eigener Lebensziele und Blockaden oder Sinnfragen benötigen.

Für welche Patient*innen biete ich psychotherapeutische Behandlung an?

Ich habe im Rahmen meiner Ausbildung und bisherigen Arbeit mit verschiedensten Krankheitsbildern gearbeitet, insbesondere mit Patient*innen mit psychosomatischen Erkrankungen, Ängsten und Zwängen, Depressionen und Traumatisierungen. In der Arbeit bei verschiedenen Trägern habe ich zudem Erfahrungen in der Arbeit mit geflohenen Menschen, oft mit traumatisierenden Erfahrungen im Ursprungsland und auf der Flucht, sowie mit chronisch psychisch kranken Menschen sammeln können.

Einzeltherapien biete ich für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren an. Daneben besteht je nach Problemstellung die Möglichkeit eines familientherapeutischen Settings, einer Paartherapie oder der Hinzuziehung einer Bezugsperson im Rahmen einer Einzeltherapie.

Welche Behandlungsmethoden setze ich ein?

Methodisch stütze ich mich zentral auf ein tiefenpsychologisches Vorgehen, wobei gerade bei Traumapatient*innen auch Elemente der Traumatherapie einfließen können. Vorrangiges Ziel dieser Behandlungen ist das Stabilisieren und Aufarbeiten von traumatischen Erfahrungen mit dem Schwerpunkt, keine Retraumatisierung hervorzurufen.

Transparenz bezüglich der Ziele und Methoden der Behandlung sind mir wichtig, weshalb ich diese in Absprache mit meinen Klient*innen und an deren Bedürfnissen orientiert abstimme.

Was ist Tiefenpsychologie?

Die Theorie der Tiefenpsychologie entspricht der der Psychoanalyse. Unterschiede bestehen bei der Methodik und im therapeutischen Setting. Die Tiefenpsychologie arbeitet mit einer fokussierteren Zielsetzung und konzentriert sich gegenüber der Psychoanalyse mehr auf das Hier und Jetzt. Dadurch, dass Therapeut*in und Klient*in einander meist im Gespräch gegenübersitzen, vereinfacht diese Herangehensweise einen lebendigen Kontakt auf Augenhöhe.

Der Begriff ‚Tiefenpsychologie‘ verweist auf die Tiefe unseres Unbewussten, in dem dieser Theorie nach oftmals Wünsche, Motive und Konflikte verborgen liegen, die uns aus verschiedenen Gründen nicht bewusst zugänglich sind. Diese psychodynamischen Kräfte wirken sich unbewusst auf unser Verhalten aus und können zu psychischem und auch körperlichem Leiden führen. Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass sich die Symptome verringern oder ganz abbauen lassen, wenn die Entstehung dieser unbewussten Konflikte aufgespürt und verstanden werden kann.

Interkulturelle und multilinguale Therapie

Ein persönlicher Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Sprachen und Kulturen, die sowohl als Ressourcen als auch als Anpassungsherausforderungen oder Entwurzelungserfahrungen Eingang in die Therapie finden können.

Ich bin selbst als Tochter deutscher und französischer Eltern bilingual zwischen zwei Sprachen, Ländern und Kulturen aufgewachsen. Durch Schule, Medien und Auslandsaufenthalte habe ich ausserdem sichere Englischkenntnisse erlangt, wobei mir besonders die Feinheiten dieser Sprache mit ihren Wortspielen, Bildern und Metaphern naheliegen. Daher kann ich Klient*innen die Möglichkeit einer Therapie in ihrer Muttersprache auf Französisch oder Englisch anbieten.

Ich habe auch Erfahrungen mit dolmetscherbegleiteten Therapien gemacht und biete dies gerne an. Hier kann ich bei der Klärung einer eventuellen Kostenübernahme oder Bezuschussung sowie bei der Suche nach geeigneten Dolmetscher*innen behilflich sein. Auch eine  Behandlung mit qualifizierter Dolmetscher*in für Gebärdensprache ist denkbar. Bitte sprechen Sie mich darauf an. Da meine psychotherapeutische Arbeit von einer guten Beziehung zwischen Behandlerin und Klient*in abhängt, ist eine gute Passung zwischen Ihnen, mir und der übersetzenden Person selbstverständlich eine notwendige Voraussetzung.

Empowermentorientierte Unterstützung bei Erfahrungen von Diskriminierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung

Zudem setze ich mich bereits seit dem Studium intensiv mit den Verschränkungen von psychischer Gesundheit und gesellschaftlichen Strukturen auseinander.
Daher lege ich einen Fokus meiner Arbeit auf eine offene Auseinandersetzung mit Ungleichheiten auch in der therapeutischen Beziehung, um meine Klient*innen bei der Reflektion eigener Diskriminierungserfahrungen wie Rassismus, Sexismus, Ableismus, Klassismus und Homo- oder Transphobie bestmöglich unterstützen zu können.
Der Schwerpunkt dieser Auseinandersetzung liegt für mich hierbei auf der Frage, wie man als Einzelner angesichts solcher Erfahrungen die eigene psychische Gesundheit bewahren und stärken, für sich sorgen und daraus gezogene Erkenntnisse als Ressourcen begreifen kann.